Weggis

Wissenswertes über Greppen

Am 28. Juli 1259 fand ein Handel über das Gut Reitholz in Ebikon statt. Die in Latein verfasste Urkunde nennt dreizehn Zeugen. Unter ihnen befindet sich «Henricus de Crepon», auf Deutsch «Heinrich von Greppen». Ähnliche Namen von weiteren Zeugen waren «Petrus de Sins» und «Uolricus de Criens», also ein Peter von Sins und ein Ulrich von Kriens usw. Die Landflucht ist also schon sehr alt, und die Städte Bildung ist nichts anderes als eine Konzentration von Einwanderern aus der Landschaft. Durch die Integration schafften zahlreiche Einwanderer den Aufstieg in die Oberschicht. Als Zeugen für einen solchen Rechtsakt wurden wohl angesehene Leute beigezogen. 

Urkunde von 1259

Man muss davon ausgehen, dass Heinrich von Greppen in Luzern nicht in erster Generation ansässig war. Möglicherweise war schon sein Vater oder ein weiterer Vorfahre von Greppen nach Luzern gezogen und bekam dort den Zunamen von Greppen, welcher sich in der Folge als Familienname auf seine Nachfahren übertrug. Im 14. Jahrhundert fanden Vertreter der Familie von Greppen öfters Erwähnungen in Urkunden, so 1302 Ar(nold) und 1307 Werner bezüglich Zeugenaussagen.

Werner wurde in der Folge öfters erwähnt, einmal als Sohn von Burkart von Greppen. 1325 erschien Burkart selbst als Zeuge und 1326 «Johans von Greppon der elter». Im ersten Luzerner Schwurbrief von 1328 befinden sich unter den 26 Ratsmitgliedern Walter und Johann von Greppen. Zwei Jahre später heissen von 36 Ratsherren deren drei «von Greppon». So stark war keine andere Familie im Rat vertreten, so dass man davon ausgehen darf, dass die von Greppen um 1330 in der Stadt Luzern zu der einflussreichsten Oberschicht zählte. 1341 übergaben Walter von Greppen und seine Frau Benedikta ihr Gut zu «Tacenberg» (Dattenberg in Kriens) dem Kloster Rathausen. 1345 verkaufte Kathrine, die Frau des Jost von Greppen, mit einer Anzahl weiteren Anteihabern die Planggenalp in Gersau. 1346 funktionierte Peter von Greppen, Bürger von Luzern, als Zeuge. 

Wegen kriegerischen Ereignissen musste Luzern 1352 eine Steuer erheben. In diesem Verzeichnis trifft man Burgi, Ueli, P.(eter?) und H.(eini?) von Greppen an. Aber auch unter Meggen sind Heini und Jecli von Greppen, unter Littau Heini von Matta von Greppen. 

Bald darnach stirbt der Name von Greppen aus. Das Familienwappen, ein Andreaskreuz, bildet das heutige Wappen der Gemeinde Greppen. 

Literatur:

Quellenwerk zur Entstehung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (lt. Register) Historisch-Biografisches Lexikon der Schweiz, Bd. 3, S. 736

Der Geschichtsfreund Bd. 62 (1907), S. 185ff

Artikel von Josef Muheim zum 750-Jahr Jubiläum von Greppen

(Quelle: www.greppen.ch)