Geschichte Cham

Geschichte

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Die Herkunft des Ortsnamens

Der Ortsname Cham wird auf das keltische «kama» im Sinne von «Dorf» zurückgeführt, blieb über die römische Kolonisation erhalten und erfuhr in der späteren alemannischen Landname die Umwandlung in chama. Die Ur-Chamer-Aussprache «Chom» ist seit 1491 urkundlich belegt.

Der Bär im Gemeindewappen

Der oberste Verwalter eines Klosterhofes war der Richter oder der Meier. Das Chamer Wappen dürfte von einem Meiergeschlecht übernommen worden sein. Als Gemeindewappen erscheint der rote, schreitende Bär erstmals 1608 auf der gotischen Turmmonstranz der Kirche St. Jakob. 

Die Industrialisierung

Die beginnende Industrialisierung ab 1700 veränderte das Leben sowie das Dorfbild entscheidend. Der Ausfluss aus dem Zugersee, die Lorze, liess Cham zu einem Brückenkopf werden. Um 1800 besass Cham entlang der Lorze eine Reihe von Mühlen, Sägen und eine Hammerschmiede. Aus der kleinen Papiermühle in der Untermühle entstand durch die neue Produktionsmethode die Papier-fabrik. Cham und die Region wurden im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts stark durch Milch-siederei und Nestlé geprägt. Den Familien Page verdankt Cham eine wirtschaftliche Blüte über mehrere Jahrzehnte.


Cham wächst und wird eine Stadt

Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts war Cham einerseits durch die Bauten in den historischen Kernen St. Andreas und Kirchbühl, anderseits von Wohn- und Gewerbebauten entlang der Verkehrswege geprägt. Die Lorze bildete eine natürliche Grenze zwischen dem «Kirchbühl» und dem östlich gelegenen «Städtli».Durch die Industrialisierung, aber auch durch die Nähe zu den Städten Zug, Luzern und Zürich verzeichnete Cham ein stetiges Wachstum der Bevölkerung. Waren es 1850 noch 1’321 Einwohner, so konnte 1986 der 10’000. Einwohner begrüsst werden. Die Chamer taten das mit einem dreitägigen Stadtfest. 

2001 erhielt Cham das Label Energiestadt

Am 21. Juni 2001 wurde der Einwohnergemeinde Cham von der Kommission «Label Energiestadt» und vom Bundesamt für Energie für die «vorbildlichen Resultate in der kommunalen Energiepolitik» erstmals das Label Energiestadt zugesprochen.

Energiepolitischer GOLD-Status

Im Dezember 2016 wurde Cham zum wiederholten Male mit dem GOLD-Label für aussergewöhn-liches Engagement im bewussten Umgang mit der wertvollen Ressource Energie ausgezeichnet.

Cham hat die hohen Ziele in der Energiepolitik umgesetzt. 

Cham – ein Vorbild in Europa. 

Geschichte_Flora und Fauna

Geschichte Vilette

Cham heute

Noch heute ist die industriell geprägte Geschichte spürbar und zeigt sich im Gestaltungswillen für neue Wohn- und Wirtschaftsstandorte in Cham. Mit seinen über 16’000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist Cham eigentlich schon lange eine Stadt und wächst dank bester Verkehrs-erschliessung der Zentrumsfunktion in der Wirtschaftsregion ZUGWEST sowie einem attraktiven Steuerfuss stetig weiter. Trotzdem prägen insbesondere Freiräume und Pärke die Gemeinde. 

Orte der Ruhe und Kraft

Den Hirsgarten und Villettepark am See hat sich Cham bis heute bewahrt bzw. sogar ausgebaut und öffentlich zugänglich gemacht. Die Anerkennung für diese Weitsicht: die Verleihung des Wakker-preises im Jahre 1991. Diese wunderschönen Parkanlagen bieten sich an für Spaziergänge, Feste, Begegnungen, um innezuhalten. Kein Wunder, dass auch viele Hochzeitspaare hier Fotos vom schönsten Tag ihres Lebens machen. Für viele ist Cham fürs Ja-Wort der schönste Ort. Auch weitere «grüne Lungen» von Cham wie z. B. der Lorzenweg oder der Städtlerwald bieten Raum für wunder-bare Ausflüge. Ein besonderer Charme liegt zudem über dem Chamer «Hinterland»: Hübsche Weiler mit intakter Landwirtschaft und Wanderwegen bis hinunter in die Reusslandschaft prägen diesen Teil von Cham. 


Vereinsleben, Unterhaltung und Brauchtum

Mitgeprägt wird Cham auch von über 100 engagierten Vereinen auf kultureller, sportlicher und sozialer Seite. Sogar kulinarisch wird das Dorfleben bereichert. Seit geraumer Zeit engagiert sich die IG Hirse für die Vermarktung von Hirseprodukten. Das gesunde Getreide hat Chamer Tradition und wird gemeinsam mit lokalen Anbietern zu Leckereien wie Hirse-Wurst, Hirse-Brot, Hirse-Glacé und Hirse-Bier verarbeitet. 

Tradition ist aber auch bei zahlreichen Anlässen und wiederkehrenden Veranstaltungen spürbar, z.B. beim traditionellen Chomer Märt oder dem alle drei Jahre stattfindenden Villette-Fäscht. 

Mit den zusätzlichen Einrichtungen für Anlässe wie dem Lorzensaal und zahlreichen Sportanlagen ist Cham für seine Erholungsmöglichkeiten und zahlreichen Freizeitaktivitäten weit bekannt und beliebt. Dank einer starken Jugend- und Gemeinwesenarbeit, vielfältigen Angeboten für Familien, Jugendliche sowie Seniorinnen und Senioren fühlen sich hier alle Generationen wohl und zu Hause.

Geschichte Villette Fäscht