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Gemeinde Emmen im Profil

In der Gemeinde Emmen leben gut 31’516 Menschen. Etwas mehr Frauen als Männer. Wie bewegen sie sich? Welche Spuren hinterlassen sie? Welche Interessen verfolgen sie? Wie wohnen und arbeiten sie? Antworten in Zahlen, die Emmens Charakter zeichnen.

Emmen wächst

Emmen wächst seit 1850 kontinuierlich. Das grösste Wachstum lag zwischen 1950 und 1970. In dieser Zeit verdoppelte sich die Bevölkerung. Seit 1940 leben in der Gemeinde Emmen mehr als 10’000 Menschen und sie ist damit statistisch gesehen eine Stadt.

Emmen ist jung

20 % aller Emmerinnen und Emmer, also jeder Fünfte in der Gemeinde, sind unter 18-jährig. 35 % der Bevölkerung sind unter 30 Jahre alt.

Emmen ist gebildet

In Emmen gehen per Schulbeginn 2020 über 3’000 Schülerinnen und Schüler in die Volksschule – ein neuer Rekord. Verteilt auf 166 Abteilungen werden sie von 407 Lehrpersonen unterrichtet, die sich 293 Vollzeitstellen teilen. 341 Schülerinnen und Schüler nutzen die tagesschulähnlichen Strukturen mit jeweils fünf Betreuungsangeboten. 520 Schülerinnen und Schüler nutzen das Angebot der Musikschule. In der Musikschule unterrichten 36 Lehrerinnen und Lehrer.

Emmen arbeitet

In Emmen gibt es 16’424 Beschäftigte, die sich auf 1’510 Arbeitsstätten in Emmen aufteilen (Stand 2017). 63,4 % arbeiten im tertiären Sektor. In der Gemeinde wirken noch 31 Bauernbetriebe – sechs davon werden als Gemeinschaft geführt. Für die Gemeindeverwaltung Emmen, vom Musikschullehrer über die Einwohnerkontrolle bis zum Gemeinderat arbeiten rund 262 100 %-Stellenäquivalentein der Gemeindeverwaltung. Somit kommt auf 120 Einwohner ein Gemeindeangestellter. Pro Einwohner gibt es 0.54 Beschäftigte – Emmen hat sich also vom Arbeits- und Industriestandort zum Wohnstandort gewandelt.

Verkehr

Emmen weist eine der geringsten Autodichten im Kanton auf: 464 Fahrzeuge kommen auf 10’000 Einwohner. Auf der Linie 2, der wichtigsten Buslinie für die
Gemeinde Emmen, hat es jährlich zirka 5 Millionen Fahrgäste. Diese legen im Durchschnitt eine mittlere Reiseweite von 2,5 Kilometer zurück.

Emmen ist multikulturell

In der Gemeinde Emmen gibt es rund 11’204 Ausländer aus 113 Ländern (weltweit 194 Länder). Das entspricht einem Ausländeranteil von ca. 35 %. Am häufigsten sind die Italiener mit 1’633 Personen vertreten.

Abfall

Die Emmer achten auf ihre Umwelt und werfen gesamtschweizerisch gesehen wenig Abfall weg. 
Übersicht 2017 (pro Einwohner)
Grüngut: 88 kg
Karton: 12 kg
Kehricht: 185 kg
Altpapier: 60 kg

Wasser- und Energieverbrauch

Der Emmer verbraucht im täglichen Durchschnitt 268 l Wasser. Das entspricht knapp zwei gefüllten Badewannen. Der Wasserverbrauch hat im Fünfjahresvergleich abgenommen. Im Energieverbrauch liegen Emmerin und Emmer (Haushalte und Kleingewerbe) mit 3’563 kWh/a im Schweizer Mittelfeld. 

Emmen treibt Sport

Pro Saison lockt das Mooshüsli Freibad rund 160’000 und im Hallenbad (ganzes Jahr) zirka 120’000 Personen an. Das Gersag-Rossmoosareal ist die grösste zusammenhängende Sportanlage der Zentralschweiz und zu 90 % ausgelastet. Tagsüber verwenden Schulen die Sportanlagen und Hallen, abends sind es rund 30 verschiedene Sportvereine.

Wie Emmen wohnt

In Emmen gibt es 13’514 Haushaltungen. In einem Haushalt wohnen somit rund 2.3 Personen. Am häufigsten sind 3- bis 4-Zimmer-Wohnungen. Eine 3-Zimmer-Wohnung neueren Standards kostet zwischen 1’500 und 2’200 Franken.

Geburt und Tod

2018 erblickten 361 Babys das Licht der Welt. 264 Personen
starben in diesem Jahr. Emmen ist gewachsen, alleine schon, weil mehr Personen geboren sind als gestorben. 

Quellen: Einwohnerkontrolle Gemeinde Emmen,
REAL Abfallwirtschaft, LUSTAT Statistik Luzern, VBL Luzern.

Emmen ist eine Gemeinde im Umbruch. Eine Stadt im Werden. Einst war Emmen die Industriehauptstadt der Zentralschweiz. Diese Prägung hat sich allmählich gewandelt. Zwar ist die Emmer Industrie nach wie vor ein bedeutender Wirtschaftszweig. Schritt für Schritt wird jedoch das Neue sichtbar. 

Viele Industriebetriebe sind Dienstleistungsunternehmen gewichen und in der Neugestaltung ganzer Stadtteile wie dem Seetalplatz und der Viscosistadt wird dieser Wandel auch architektonisch sichtbar. Es entsteht ein neues Leben. Neue Treffpunkte und kulturelle Angebote, Plätze zur Begegnung mit Aufenthaltsqualität und mit städtischer Ausstrahlung werden geschaffen und entdeckt.
Der industriell geprägte Wohnungsbau beginnt sich aufzulösen oder wird umgeschichtet. Das Sonnenhofquartier mit seinen unter
Denkmalschutz stehenden Arbeiterhäusern der ehemaligen Viscose ist aktuelles Beispiel. Ganz neue Quartiere entstehen. Beispielsweise in der Feldbreite, zwischen den Badeanlagen Mooshüsli und dem Wohncenter. Arbeitersiedlungen weichen Wohnungen mit  Zukunft und nach aktuellen Bedürfnissen.
Architektonisch reizvoller Wohnraum löst den sozialen Wohnungsbau ab.

Bergkulisse wie im Prospekt eines Tourismusortes

Geblieben ist die umwerfende Sicht auf Pilatus und die Voralpen. Geblieben sind auch die Naherholungsgebiete beim Riffigweiher sowie entlang von Reuss und Emme und den zahlreichen Wanderwegen. Dank der geografischen Lage der Gemeinde sind die erholsamen grünen Räume bequem und rasch von jedem Ort aus in 10 Minuten erreichbar.

Grosse Infrastruktur für Sport 

Auch die attraktiven Geschäfte in den nahen Einkaufszentren und die Sportstadt mit ihren vielfältigen Infrastrukturen mit dem Frei- und Hallenbad Mooshüsli bereichern die Freizeitgestaltung der Bevölkerung. Emmen hat im Gebiet Gersag die grösste zusammenhängende Sportanlage der Zentralschweiz mit zwei Dreifachturnhallen und einem Fussballstadion. Trendsportarten nisten sich ein. Kunstrasen und Spielfeld für die Beach-Sportarten ergänzen das bestehende Angebot. Und mit dem Themenspielplatz Emmen direkt hinter dem Mooshüsli Hallenbad steht der Bevölkerung ein neuer Begegnungsort für die ganze Familie zur Verfügung.

Infrastruktur Emmen

Die Verkehrsdrehscheibe des Kantons Luzern

Geblieben ist ebenfalls die ausgezeichnete Verkehrsinfrastruktur und die gute Verkehrslage. Als nördliches «Tor zu Luzern» liegt die Gemeinde unmittelbar an der wichtigen Nord-Süd-Verkehrsachse A2 durch die Schweiz und verfügt mit den Anschlüssen Nord und Süd über direkte Anbindungen an das nationale Strassennetz. Das Zentrum der Stadt Luzern liegt mit der S-Bahn 9 Minuten, mit dem Bus 15 Minuten entfernt, der Wirtschaftsraum Zürich mit seinem Flughafen ist in 50 Minuten per Auto und in einer Stunde mit dem Zug erreichbar. Mit seinem dichten Netz an Bushaltestellen und vier S-Bahn Haltestellen ist der öffentliche Verkehr gut ausgebaut.

Verkehrsdrehscheibe Emmen

Das Projekt Seetalplatz

Emmen hat sich in den letzten Jahren erfolgreich weiterentwickelt. Bestehender und neuer Wohnraum bieten knapp 32’000 Einwohnern in der zweitgrössten Gemeinde der Zentralschweiz ein Zuhause. Das Gebiet am Seetalplatz wird zum grössten Entwicklungsgebiet in der Grossregion Luzern. Das Hochwasser-
schutzprojekt ist beinahe abgeschlossen, der Seetalplatz mit neuem Busbahnhof «Emmenbrücke Süd» und komplett neuer Verkehrsführung ist eröffnet. In Reussbühl und Emmen sollen etwa 1’200 neue Wohnungen und 4’000 neue Arbeitsplätze entstehen. Ziel ist ein neues Stadtzentrum mit markanter Angebots-
erweiterung an attraktiven Arbeitsplätzen und qualitativ hochwertigen Wohnungen sowie mit Einrichtungen für Gastronomie, Verkauf und Kultur.

Projekt Seeplatz Emmen

Zwischennutzungsprojekt «NF49»

Wichtiger Bestandteil des neuen Stadtzentrums ist das auf dem Seetalplatz geplante neue Zentrale Verwaltungsgebäude des Kantons Luzern. 1’300 Mitarbeitende des Kantons werden unter einem Dach Bürgerdienstleistungen erbringen. Bis die Bagger auffahren, dauert es noch mehrere Jahre – bis voraussichtlich 2022. Im Rahmen einer Zwischennutzung steht das Grundstück vorerst für die Bevölkerung bereit und wird vom Verein Platzhalter zwischengenutzt. Mit Ateliers, Büros, einer Beiz mit eigenem Garten, Konzerte, Events, Veranstaltungen – während der nächsten drei Jahre ist auf dem Baufeld am Emmer Seetalplatz vieles möglich. Ein Raum, der Emmerinnen und Emmern, dem Gewerbe, den Vereinen, aber auch Gästen und Besucher
gehören soll  – ein Dorfplatz auf Zeit im neuen Stadtteil. 

Zwischennutzung Emmen

Kulturelle Begegnungsorte

Entwickelt haben sich in den letzten Jahren auch kulturelle Begegnungsorte, wie beispielsweise die Kunstplattform Akku an der Gerliswilstrasse mit seinen Kunst-Ausstellungen und Veranstaltungen sowie seinem beliebten Kinderatelier. Und mit dem renovierten Tramhüsli am Centralplatz erhält Emmen einen
weiteren Mosaikstein und Treffpunkt zum Verweilen auf der Achse Seetalplatz – Gerliswilstrasse – Vordere Emmenweid. Die ehemalige Tramstation überzeugt seit der Eröffnung im Frühjahr 2019 als Café-Bistro mit musikalischen und kulturellen Veranstaltungen mit attraktivem Platz. Kulturelle Höhepunkte präsentiert seit Sommer 2017 das neue Le Théâtre-Gersag im Kongresszentrum. Visuell und technisch erneuert und mit frischer Ausrichtung hat Emmen seither sein eigenes Musical-Theater mit top moderner Infrastruktur und integriertem Restaurant.

Multikulturelle Tradition 

Geblieben ist auch die multikulturelle Ausstrahlung. Gut ein Drittel der Bevölkerung hat ausländische Wurzeln und knüpft damit an die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung Emmens seit dem 20. Jahrhundert und beginnend mit der Industrialisierung an. Emmen ist sich daher seiner Vielzahl von Traditionen
und Lebensstilen bewusst und bringt diese in eine gemeinsame Zukunft mit ein. Gegensätze müssen hier keine Widersprüche sein, sondern wirken anziehend und spannend auf Gäste und Bevölkerung gleichermassen. Seit 2016 wirkt, forscht und lehrt die Hochschule Luzern – Design und Kunst inmitten der Viscosi-
stadt, einem Herzstück der Industrie-DNA, wo früher mehrere Tausend Arbeiterinnen und Arbeiter aus den unterschiedlichsten Ländern gearbeitet haben. 

Emmen wächst und entwickelt sich weiter. Als Gemeinde mit dörflichen Quartieren und urbanen Ortsteilen mit neuem Stadtzentrum und als Stadtlandschaft. Freuen wir uns darauf.

Multikulturelle Tradition Emmen

Zwischennutzung Seetalplatz:
Verein Platzhalter, www.nf49.ch

Tramhüsli Centralplatz:
Stiftung Tramhüsli, www.tramhüsli.ch

Akku Kunstspeicher:
Stiftung akku, www.akku-emmen.ch

Le Théâtre, Kultur, Events, Gstronomie:
www.le-theatre.ch